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Examen: «Kann man glücklich sein, wenn andere es nicht sind?»

Infosperber
Examen: «Kann man glücklich sein, wenn andere es nicht sind?»

Themen: Bildung, Gesellschaft

Regionen: Schweiz, Schweiz Unbestimmt, International, Europa

528’135 französische Maturandinnen und Maturanden absolvierten am 15. Juni eine vierstündige Philosophieprüfung. Sie konnten zwischen einer Erörterung darüber, ob man glücklich sein könne, wenn andere es nicht seien, einer Frage zur Kontrolle des Gesagten und der Interpretation eines Nietzsche-Auszuges wählen. Philosophie ist im französischen Baccalauréat ein Pflichtfach. Der französische Bildungsminister Édouard Geffray bezeichnete die Prüfung als Ausdruck einer Bildung, in der gegensätzliche Ansichten und Debatten zentral seien. Fachleute betonen, es gehe weniger um Philosophiegeschichte als um die Fähigkeit, Ideen und Werte wie Gerechtigkeit, Freiheit, Staat und Demokratie zu verstehen und zu diskutieren. Die Prüfungsfragen werden unter strengen Sicherheitsvorkehrungen verteilt; vorzeitige Weitergabe kann mit bis zu drei Jahren Haft bestraft werden. In der Schweiz schreibt das Maturitätsanerkennungsreglement Philosophie nicht landesweit vor. Kantone können sie als Grundlagenfach führen; nur Luzern unterrichtet sie für alle als obligatorisches Schulfach, bei der Matur bleibt sie jedoch Wahlfach.

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