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EXCLUSIF — À Genève, l’Hospice général fait travailler des gens gratuitement depuis des années

Heidi News
EXCLUSIF — À Genève, l’Hospice général fait travailler des gens gratuitement depuis des années

Themen: Gesellschaft, Ungleichheit, Innen-Politik

Regionen: Schweiz, Romandie

Jean, ein ehemaliger Verkaufskader und Sozialhilfeempfänger in Genf, leistete zwischen 2018 und 2022 mehrere langdauernde Vollzeiteinsätze ohne Lohn. Auf Vorschlag seiner Sozialarbeiterin arbeitete er zwei Jahre als Verwaltungsangestellter beim Betreibungsamt, ein Jahr als Erwachsenenbildner bei der Migrantenhilfe, sechs Monate als Digitalisierungskraft beim Hospice général und ein Jahr als digitaler Begleiter. Seine Arbeitszeugnisse bescheinigen ihm Zuverlässigkeit, Präzision und Engagement, trotzdem folgte keine Anstellung. Das Hospice général erklärt, die Aktivitäten zur Wiedereingliederung dienten nicht primär der Stellenvermittlung, sondern der sozialen und beruflichen Stabilisierung. Seit 2020 seien 4058 entsprechende Verträge abgeschlossen worden. Im Juli 2026 hätten 67,12 Prozent der Betroffenen weiterhin ein aktives Dossier gehabt; 12,59 Prozent seien durch Erwerbsarbeit oder höhere Mittel ausgetreten. Mit der seit Anfang 2025 geltenden Sozialhilfegesetzgebung und dem Genfer Mindestlohn wird das Programm reformiert. Die Institution räumt ein, eine Pflicht zur Wiedereingliederungsaktivität um jeden Preis habe nicht den gewünschten Erfolg gebracht.

www.heidi.news

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