Themen: Klima&Energie, Umwelt, CH-Politik
Regionen: Schweiz, Schweiz Unbestimmt
Der Bundesrat plant, die jährlich vorgesehenen Zusatzmittel für die Anpassung der Schweizer Wälder an den Klimawandel ab 2027 nicht weiterzuführen. Die ursprünglich 25 Millionen Franken umfassende Unterstützung war für 2025 und 2026 bereits auf 17,5 Millionen reduziert worden. Mit dem Geld wurden widerstandsfähige Baumarten, die Pflege geschwächter Wälder und die Schadensprävention finanziert. Frankreich, Deutschland und Österreich bauen ihre entsprechenden Programme dagegen aus oder verlängern sie. Die kantonale Konferenz für Wald, Wild und Landschaft warnt, Hitze und Trockenheit schwächten die Bäume, erhöhten die Brandgefahr und verursachten später höhere Kosten. Eine WSL-Studie zeigt zudem, dass Wassermangel das Wachstum der Bäume bereits bremst. Bundesrat Albert Rösti räumt den Investitionsbedarf ein, verweist aber auf den Schuldenbremse-bedingten Gesamtentscheid des Bundesrats und den befristeten Charakter des Zuschlags. Das Parlament könnte die Mittel im Budget 2027 wieder einsetzen.