Themen: KI/Digital, Wissenschaft, Kultur
Regionen: Schweiz, Zürich/Winterthur
Ein Team der ZHAW School of Engineering und des Linguistik Zentrums Zürich der Universität Zürich untersucht, ob KI-Stimmen nicht nur nach grossen Regionen, sondern nach einzelnen Schweizer Ortschaften klingen können. Das dreijährige, vom Schweizerischen Nationalfonds geförderte Projekt «Synthetic Dialectology of Swiss German» verbindet Dialektologie mit KI-Forschung. Zu Beginn sollen Sprachaufnahmen von jeweils drei Personen aus 85 Ortschaften der Deutschschweiz erhoben werden. Die Rekrutierung und die Aufnahmen im phonetischen Labor der Universität Zürich dürften rund eineinhalb Jahre beanspruchen. Parallel baut das Team ein eigenes Voice-Cloning-Modell auf. Dieses soll bekannte lokale Varianten abbilden und Dialekte erzeugen können, die nicht unmittelbar in den Daten vorliegen. Hörstudien mit Laien und Fachleuten sollen anschliessend klären, wie natürlich die künstlichen Stimmen wirken und wie präzise sie geografisch zugeordnet werden. Als Anwendungen werden unter anderem Werbung, Callcenter, Sprachassistenten und Robotik genannt.