Themen: Klima&Energie, Wissenschaft, Technologie
Regionen: Schweiz, Zürich/Winterthur
Forschende der Empa in Dübendorf prüfen, ob bestehende fossile Infrastruktur Rohstoffe für den Ausbau erneuerbarer Energien liefern kann. Das Team der Abteilung Technologie und Gesellschaft analysierte 22 Materialien aus Kohleminen, Öl- und Gasplattformen, fossilen Kraftwerken sowie grossen Pipelines. Besonders Stahl und Kupfer gelten als vielversprechend: Kupfer findet sich etwa in Transformatoren und Kabeln, Stahl in tragenden Bauelementen. Die Wiedergewinnung von Stahl kann Feinstaub, Kohlendioxid und Schlacke vermeiden, während elektrochemisches Kupferrecycling die giftigen Abfälle der Primärproduktion weitgehend reduziert. Laut Studie könnten bis 2050 Umwelt- und Gesundheitsfolgekosten der primären Rohstoffgewinnung von 4 bis 11 Billionen Dollar eingespart werden. Die Untersuchung erschien in Nature Communications.