Themen: Geopolitik, Gesellschaft, Krieg&Frieden
Regionen: Schweiz, Romandie
In Genf demonstrierten am 14. Juni gegen den G7-Gipfel im französischen Évian laut dem No-G7-Bündnis 60'000, laut Polizei 20'000 Menschen. Über sechzig Organisationen, darunter feministische Streikkollektive aus der Romandie, hatten mobilisiert. Der Protest bildete den Höhepunkt eines Gegengipfels, an dem Krieg, Extraktivismus, ökologische Zerstörung, Überwachungskapitalismus und feministische Kämpfe diskutiert wurden. Für Gipfel und Protest wurden 4000 Soldat:innen, 7000 Polizist:innen und zehn Wasserwerfer aufgeboten; der Kanton schloss die Grenze zu Frankreich weitgehend. Die Demonstration blieb zunächst überwiegend ruhig, doch einzelne Personen beschädigten Bankfenster, griffen Polizist:innen an und setzten einen Tesla in Brand. Nahe dem Uno-Gebäude kam es zu Krawallen. Im Mon-Repos-Park setzte die Polizei Tränengas ein und kesselte rund 250 Menschen ein, darunter Anwohner:innen, Tourist:innen und Jugendliche. Die Genfer Staatsrätin Carole-Anne Kast bezeichnete den Einsatz später als nahezu perfekt, während das Bündnis die Behörden der Abschreckung bezichtigte.