Themen: Klima&Energie, Technologie
Regionen: International, Europa
Das portugiesische Gasnetz von Portgás kann laut einer Fallstudie des Instituts INEGI Wasserstoff transportieren und damit zur Dekarbonisierung des nationalen Energiesystems beitragen. INEGI untersuchte im Auftrag des Versorgers die Einspeisung in bestehende Leitungen, betriebliche Anforderungen und die Materialintegrität. Dafür richtete das Institut Labor- und Prüfstände ein und analysierte Proben aus bestehenden Anlagen. Geprüft wurden unter anderem Ventile, Sensoren, Regel- und Messgeräte sowie Endnutzergeräte, Verbrennungsprozesse, Leckagerisiken und mögliche Veränderungen bei Treibhausgasemissionen. Die Untersuchung fand keine Beeinträchtigung der strukturellen Integrität durch Wasserstoff. Ein Gemisch mit bis zu 10 Prozent Wasserstoff kann demnach ohne bauliche Anpassungen verteilt werden. Für einen Anteil von 20 Prozent veranschlagt die Studie Investitionen von rund 3 Prozent des aktuellen Anlagenwerts. Einzelne Netzabschnitte könnten mit etwa 5 Prozent Aufwand auf reinen Wasserstoff umgestellt werden.