Themen: Gesundheit, Klima&Energie, CH-Politik
Regionen: Schweiz, Basel/NWCH
Das Basler Gesundheitsdepartement hält eine Überprüfung der Voraussetzungen für Klimaanlagen im Sinne des Gesundheitsschutzes für sinnvoll. Auslöser ist die jüngste Hitzewelle mit Temperaturen bis 40 Grad sowie die besondere Gefährdung älterer Menschen. FDP-Grossrat Daniel Seiler hatte bereits vor zwei Jahren eine bessere Kühlung von Alters- und Pflegeheimen verlangt und bezeichnet die bisherige Regierungsantwort mit Schwerpunkt auf Information und Sensibilisierung als unbefriedigend. Für Einrichtungen im Gesundheitsbereich sind schon heute Sonderregelungen möglich, doch Basel-Stadt stellt hohe Anforderungen an Klimageräte. Seiler fordert, die Bewilligungspflicht weitgehend abzuschaffen und nur technische Mindeststandards gesetzlich festzuhalten; für September kündigt er einen neuen Vorstoss an. Grüne Grossrätin Jo Vergeat zeigt sich für gezielte Lockerungen offen, verlangt aber Klimaanlagen als Ergänzung zu Isolation, Begrünung und erneuerbarer Energie. Das Präsidialdepartement sieht keinen grundsätzlichen Konflikt zwischen Hitzeschutz und Klimazielen, sofern Lösungen bedarfsgerecht und ressourcenschonend sind.