Themen: Bildung, Kultur, Technologie
Regionen: Schweiz, Ostschweiz
Der eingeschossige Dreifachkindergarten verbindet drei eigenständige Segmente mit getrennten Spielbereichen und Eingängen, die über Treppen miteinander verbunden sind. Die unterste Einheit ist barrierefrei erreichbar. Kunst am Bau prägt die Anlage: Der in Berlin lebende Ostschweizer Künstler Rolf Graf hat sechs bewegliche, ringartige Objekte aus Polymergips in die horizontalen Balken eingefügt. Sie erinnern an Zählrahmen, Perlenschnüre oder Glücksbringer und dienen zugleich als Orientierung von eins bis drei. Auf der Rückseite bei der Tagesbetreuung ergänzt ein eingefädelter Pneu diese Gestaltung. Das Gebäude verbindet bewusst Gegensätze wie klare Struktur und freien Rundlauf, Rückzug und Austausch sowie Separierung und Zusammenschluss. Es schafft Kindern Erfahrungen von Geborgenheit, Offenheit und Widersprüchen. Der Beitrag gehört zur Serie «Gutes Bauen Ostschweiz», die regionale Baukultur sowie Fragen der Raumplanung, Architektur, Landschaftsarchitektur, Verdichtung und Klimakrise zur Diskussion stellt.