Themen: Gesellschaft, Umwelt
Regionen: Schweiz, Zürich/Winterthur
Gotzenwil oberhalb von Winterthur hat sich seit den späten 1990er-Jahren stark verändert. Auf ehemaligem Landwirtschaftsland entstanden unter anderem 63 Häuser einer Tössemer Firma; am Helmweg stieg die Zahl der Adressen von acht auf 50. Dennoch betrachten langjährige Bewohnerinnen und Bewohner den Ort eher als Siedlung denn als Dorf: Es fehlen Laden, Restaurant, Kirche, Spielplatz und eigene Vereine. Einkäufe und Vereinsleben verlagern sich vor allem nach Seen, Sennhof oder Kollbrunn. Eine weitere Überbauung der Baulandreserven zwischen Oberseen und Gotzenwil konnte verhindert werden. Nachdem der Stadtrat 2010 entsprechende Pläne angekündigt hatte, organisierte sich der Verein «Gotzenwil bleibt grün», stellte Fragen an der Seemer Landsgemeinde und übergab dem Kantonsrat 4500 Unterschriften. Nach mehreren Jahren gab der Stadtrat die Baupläne auf. Die Wiesen oberhalb von Oberseen blieben erhalten. Für die Zukunft wünschen sich Anwohnende vor allem den Erhalt der ruhigen, naturnahen Lage und teilweise dichtere Busverbindungen.