Themen: Wirtschaft/Finanzen, Gesellschaft
Regionen: Schweiz, Zürich/Winterthur
Die Zürcher Baugenossenschaft Baufreunde steht wegen ihrer Finanzierung mit Zins- und Währungsderivaten von CS und UBS in der Kritik. Ein Mieter, der mit der Genossenschaft in einem Rechtsstreit steht, schätzt die Mehrkosten über zehn Jahre auf 20 Millionen Franken. Von insgesamt 160 Millionen Franken entsprechend finanzierten Hypotheken seien inzwischen 80 Millionen aufgelöst worden; dies habe laut Kritiker in einem Jahr eine Million Franken eingespart. Die Verluste auf dem Papier hätten sich nach steigenden Zinsen nach Covid und dem fallenden Dollar verstärkt. Präsidentin Mia Vorburger widerspricht einer rückwirkenden Rechnung: Dem Vorstand liege kein Vergleich aller Finanzierungen mit einer Alternativstrategie vor, und solche Instrumente seien zur Absicherung von Zins- und Währungsrisiken statt zur Spekulation eingesetzt worden. Umstritten ist auch das Vorgehen nach dem Rücktritt der Revisionsstelle BDO. Vorburger erklärt, die neue Revisionsstelle sei ordnungsgemäss traktandiert, gewählt und eingetragen worden.