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Hegemonialkonflikt Israel-Türkei in der Levante

Journal21
Hegemonialkonflikt Israel-Türkei in der Levante

Themen: Geopolitik, Krieg&Frieden

Regionen: International, Westasien

Seit dem Sturz des Assad-Regimes im Dezember 2024 haben Israel und die Türkei ihre sicherheits- und machtpolitischen Interessen in Syrien stärker gegeneinander ausgerichtet. Israel weitete seine militärischen Operationen und seine Präsenz in Syrien sowie im Libanon aus. Der Angriff auf den stillgelegten Militärflugplatz Abu al-Duhur in Idlib am 18. August 2026 richtete sich laut israelischer Begründung gegen eine mögliche türkische Militärstationierung. Ankara und Damaskus bestritten solche Pläne; syrische Vertreter bezeichneten Besuche türkischer Offiziere als Teil einer Ausbildungskooperation. Israel betrachtet die Unterstützung der neuen syrischen Führung durch die Türkei als Gefahr für seine Sicherheit, während Ankara auf Stabilisierung, den Aufbau der syrischen Armee und die Eindämmung kurdischen Einflusses verweist. Beide Staaten verfügen bereits über militärische Präsenz und Einflusszonen in Syrien. Die USA kritisierten den Angriff als unnötige Eskalation und arbeiten nach eigenen Angaben an einem Mechanismus zur Konfliktvermeidung. Der Beitrag bewertet Israels vorgelagerte Sicherheitsstrategie und türkische Einflussansprüche als strukturell ähnlich, aber kollidierend. Syrien bleibe dabei zwischen Sicherheitsinteressen, Souveränitätsansprüchen und dem Risiko weiterer militärischer Konfrontationen gefangen.

www.journal21.ch

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