Themen: Geopolitik, Krieg&Frieden
Regionen: International, Westasien
Hussein Badreddin al-Huthi, geboren 1959, war ein politischer und militärischer Führer der zaiditischen Schiiten im Jemen und gab der heutigen Huthi-Bewegung ihren Namen. In den 1990er-Jahren gehörte er der Partei al-Haqq an und sass im jemenitischen Repräsentantenhaus. Nachdem er zur Zielscheibe der Regierung geworden war, floh er nach Syrien und in den Iran. Al-Huthi gründete Ansar Allah, eine bewaffnete Organisation im Kampf gegen die offizielle jemenitische Regierung. Im Jahr 2000 verwendeten die Huthi erstmals ihren antiamerikanischen und antiisraelischen Slogan. Am 10. September 2004 wurde Hussein al-Huthi bei Kämpfen mit jemenitischen Sicherheitskräften im Nordwesten des Landes getötet. Die Bewegung übernahm danach seinen Namen. Heute führt sein Bruder Abdul-Malik al-Huthi die Huthi. Ihm werden enge Kontakte zu Iran und zur Hisbollah zugeschrieben. Die Organisation verfügt über zahlreiche Kämpfer sowie Raketen, Drohnen, Schnellboote und Seeminen und tritt auch im Roten Meer auf.