Themen: Klima&Energie, Umwelt, Wirtschaft/Finanzen
Regionen: Schweiz, Zentralschweiz
Die anhaltende Hitzewelle in der Zentralschweiz verursacht laut dem Luzerner Bäuerinnen- und Bauernverband gravierende Schäden in fast allen Kulturen. Während die Gerstenernte noch zufriedenstellend ausfalle, reife anderes Getreide wegen Trockenstress vorzeitig und dürfte tiefere Erträge bringen. Auch Mais und Wiesen leiden; auf vielen Weiden wächst kaum Futter nach, weshalb einzelne Betriebe bereits Wintervorräte einsetzen müssen. Besonders angespannt ist die Lage im unteren Seetal, im Wynental, im Wiggertal und in trockenen Lagen des Kantons Luzern. Die Bewässerung ist eingeschränkt, weil der Kanton Wasserentnahmen nur aus Gewässern mit genügend hohen Pegeln erlaubt. Gleichzeitig gefährdet warmes, sauerstoffarmes Wasser die Fische. In der Ron bei Hochdorf wurden Dutzende tote Tiere gefunden. Für den Mauensee werden Oberflächentemperaturen bis 31 Grad, für den Baldeggersee rund 30 Grad erwartet. In Bächen fehlen Fischen kühlere tiefere Wasserschichten als Rückzugsraum.