Themen: Gesundheit
Regionen: Schweiz, Schweiz Unbestimmt
Hitze und Flüssigkeitsmangel können Nebenwirkungen von Medikamenten verstärken. Besonders riskant ist die Kombination eines ACE-Hemmers oder Sartans, eines entwässernden Medikaments und eines NSAR-Schmerzmittels wie Ibuprofen: Sie kann bei Dehydrierung die Nierendurchblutung beeinträchtigen und im Extremfall schwere Nierenschäden auslösen. Da sich Blutgefässe bei Hitze weiten, kann der Blutdruck sinken und Blutdrucksenker stärker wirken. Bei wiederholten oberen Werten von höchstens 110 soll eine Dosisreduktion oder Pause nur mit der Hausärztin besprochen werden; Schwindel, Benommenheit und Stürze können Warnsignale sein. Betablocker können die Wärmeabgabe bremsen. Schmerzmittelpflaster können durch stärkere Hautdurchblutung zu viel Wirkstoff freisetzen. Anticholinerge Medikamente, einzelne Antidepressiva und Methylphenidat können die Temperaturregulation oder das Schwitzen beeinträchtigen. Besonders vorsichtig sein sollten ältere Menschen sowie Personen mit Herz-, Nieren- oder Lungenerkrankungen, Demenz oder Diabetes.