Themen: Klima&Energie, Gesundheit, Wirtschaft/Finanzen
Regionen: International, Europa
Eine Auswertung von CORRECTIV zu 15 deutschen Grossstädten zeigt stark unterschiedliche Fortschritte beim Schutz vor Hitzewellen. Köln, Wiesbaden und Leverkusen verfügen über vergleichsweise umfassende Hitzeaktionspläne mit klaren Zuständigkeiten, Warnungen, Trinkwasserangeboten, Karten kühler Orte und langfristigen Massnahmen wie Begrünung und klimaangepasster Stadtplanung. Bonn, Regensburg, Freiburg, Speyer und Magdeburg arbeiten noch an Plänen; Ludwigshafen und Neuss nennen keinen konkreten Zeitplan. Auch Städte ohne Plan setzen teils einzelne Schutzmassnahmen um. Laut Schätzungen des Robert-Koch-Instituts starben nach der Hitzewelle im Juni dieses Jahres mehr als 5100 Menschen an deren Folgen. Prognos beziffert die Schäden der Hitzewelle Ende Juni 2026 auf über sechs Milliarden Euro. Fachleute fordern verbindlichere Standards sowie ausreichendes Personal und Geld. Hitzeaktionspläne allein genügen nicht: Entscheidend sind umgesetzte Massnahmen wie Schatten, Entsiegelung, Trinkbrunnen, Warnsysteme und Hilfe für besonders gefährdete Menschen.