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Ich verwende die maskuline Form. Das war zu viel

Inside Paradeplatz
Ich verwende die maskuline Form. Das war zu viel

Themen: Bildung, Gleichstellung, Gesellschaft

Regionen: Schweiz, Zürich/Winterthur

Ein ehemaliger ETH-Mitarbeiter berichtet, seine Kurse für Studierende seien nach einer anonymen Beanstandung beendet worden. Ein Student oder eine Studentin kritisierte laut seiner Darstellung, dass er das generische Maskulinum verwende und auf seinen Folien Männer und Frauen unausgewogen darstelle. Die Kritik ging mit Kopie an Diversity-Organisationen von ETH, Universität Zürich sowie Zürcher und Ostschweizer Fachhochschulen. Der Kursleiter erklärt, während mehr als zehn Jahren nie vergleichbare Rückmeldungen erhalten zu haben. Er gendere selten, akzeptiere aber andere Sprachgewohnheiten. Für seine eigene Haltung verweist er auf Sprachfluss und auf publizierte Argumente gegen verpflichtendes Gendern. Geschlechtergerechte Sprache habe er an Hochschulen bislang als Empfehlung verstanden. Er sieht die Absage seiner Kurse als Folge eines zunehmenden Drucks auf Kursanbieter und als Einschränkung von Wissenschaftsfreiheit und offener Debatte. Gerade staatlich finanzierte Hochschulen müssten unterschiedliche Auffassungen zum Gendern zulassen, fordert er.

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