Themen: Gesellschaft, Leben
Regionen: Schweiz, Zentralschweiz
Laura Kirschner, die seit ihrer Geburt blind ist und in Horw lebt, will nach einem Treffen in der Stadt trotz Müdigkeit allein nach Hause fahren. Am Bahnhof Horw gelingt ihr zunächst die Orientierung anhand von Leitlinien, Geländern und Geräuschen. Nachdem sie an einer Brücke vom vorgesehenen Weg abdriftet, findet sie sich jedoch nicht mehr zurecht. Sie ruft nach Hilfe; ein Ehepaar spricht sie an. Die Frau gibt Kirschners Adresse in Google Maps ein und führt sie am Ellenbogen. Doch die beiden verlaufen sich ebenfalls und teilen ihr nach längerer Strecke mit, dass sie sich in Hergiswil befinden. Obwohl der Mann zunehmend ungeduldig wird und mehrere Züge verpasst, lassen die Helfenden sie nicht allein. Nach wiederholter Suche und einem Richtungswechsel erreichen sie schliesslich Kirschners Strasse und Haus in Horw. Zu Hause angekommen, ist sie erleichtert, erkennt aber auch weiteren Übungsbedarf für selbstständige Wege.