Prometheus: Der unabhängige Medienspiegel der Schweiz

Seite wird geladen …

Zum Inhalt springen
Zurück zur Übersicht

In Würde leben | Nr. 13, 23. Juni 2026

Zeit-Fragen
In Würde leben | Nr. 13, 23. Juni 2026

Themen: Geopolitik, Krieg&Frieden, Gesellschaft

Regionen: International, International Unbestimmt

Kriegsverbrechen, Völkermord und Verbrechen gegen die Menschlichkeit vor 1945 führten zur Gründung der Vereinten Nationen und zum Anspruch, staatliche Gewalt müsse die Menschenwürde achten und schützen. Dieser Anspruch sei in den vergangenen Jahrzehnten, besonders durch grosse westliche Mächte, zunehmend missachtet worden. Das Menschenrechts- und Völkerrechtssystem stehe international und in vielen Staaten vor einem Kollaps; Krisen und Kriege nähmen zu, die bisherige Weltordnung sei faktisch zerfallen. Gewarnt wird vor einem grossen Krieg mit möglichen Massenvernichtungswaffen. Russland, China und Staaten des Globalen Südens stellten die westliche Vorherrschaft infrage und forderten Gleichwertigkeit und Gleichberechtigung im Sinn der UN-Charta. Wenn staatliche Gewalt Würde nicht mehr verlässlich schütze, seien Völker und die menschliche Gemeinschaft existenziell gefordert. Nötig seien Vernunft, Mitgefühl und gleichberechtigte Kooperation, um menschliches Zusammenleben auch bei staatlichem Versagen human zu gestalten.

www.zeit-fragen.ch

Zum Originalartikel