Themen: Klima&Energie, Wirtschaft/Finanzen, Umwelt
Regionen: International, Europa
Zwischen 50 und 75 Prozent der wirtschaftlichen Schäden durch extreme Klimaereignisse in der EU sind laut der europäischen Versicherungsaufsicht EIOPA nicht versichert. Von 2021 bis 2024 verursachten Hitzewellen, Brände, Stürme und Überschwemmungen in Mitgliedstaaten Schäden von insgesamt 200 Milliarden Euro. Besonders Süd- und Westeuropa sind historisch stark exponiert. Steigende Risiken und Prämien können Immobilien in gefährdeten Gebieten unversicherbar machen; in Polen und Portugal sind Hochwasserversicherungen in Risikozonen teils unerschwinglich. Die Folgen reichen über den unmittelbaren Verlust hinaus: Haushalte können langfristig in finanzielle Not geraten, Konsum sinkt und unbezahlte Kredite belasten den Finanzsektor. Für die EU werden jährliche Verluste durch Klimakatastrophen bis 2029 auf 126 Milliarden Euro geschätzt. Fachleute empfehlen bessere Risikoanalysen, Anreize für vorsorgliche Gebäudesanierungen und lokale Schutzpläne. EIOPA schlägt zudem einen EU-weiten Pool vor, damit Versicherer Risiken über Länder und Gefahren hinweg teilen können.