Themen: Ukraine Krieg, Krieg&Frieden, Technologie
Regionen: International, Russland/Eurasien, Europa
Gábor Stier widerspricht der Einschätzung, die Ukraine habe im Krieg gegen Russland strategisch die Wende geschafft. Aussagen des finnischen Präsidenten Alexander Stubb und westlicher Analysten über ukrainische Fortschritte beruhten nach seiner Darstellung auf begrenzten Trends und überzeichneten taktische Drohnenvorteile. Stier sieht Russland trotz langsamerer Vorstösse wegen seiner Ressourcen, Truppen und Angriffe auf das ukrainische Energie- und Hinterland weiterhin im Vorteil eines Zermürbungskriegs. Die Front sei zunehmend eine breite Zone überlappender Stellungen statt einer klaren Linie. Ukrainische Drohnen könnten Logistik, Militärziele und teils Ziele tief in Russland erreichen, während Russland nach seiner Darstellung über grössere Kapazitäten für Raketen- und Drohnenangriffe verfüge. Friedensverhandlungen seien laut US-Aussenminister Marco Rubio derzeit ausgesetzt. Stier erwartet eine weitere Eskalation und hält einen Krieg bis mindestens 2027 für möglich.