Themen: Gesellschaft, Innen-Politik
Regionen: International, Nordamerika
Ryan Borgwardt, der seine Ertrinkung im Big Green Lake inszeniert hatte, ist im US-Bundesstaat Wisconsin zu 89 Tagen Gefängnis und 30'000 Dollar Entschädigung verurteilt worden. Er akzeptierte vor Gericht eine «No contest»-Vereinbarung: Er bestritt die Vorwürfe nicht, bekannte sich aber auch nicht schuldig. Die Staatsanwaltschaft beantragte 45 Tage Haft, doch Richter Mark T. Slate verdoppelte die Dauer nahezu, weil die Täuschung vom Verschwinden bis zu einem entscheidenden E-Mail 89 Tage gedauert hatte. Borgwardt hatte eine Lebensversicherung abgeschlossen, Geld ins Ausland überwiesen und seine Vasektomie rückgängig machen lassen. Seine frühere Ehefrau Emily ist inzwischen geschieden, pflegt aber wieder regelmässigen Kontakt mit ihm und schliesst eine Versöhnung nicht aus. Zwei Kinder haben ihren Vater wieder gesehen, der älteste Sohn verweigert den Kontakt. Borgwardt erklärt sein Vorgehen mit Problemen in der Ehe und behauptet, er habe die Kinder schützen wollen; zugleich hofft er auf eine spätere Annäherung an sie.