Themen: Gesellschaft, Krieg&Frieden
Regionen: International, Westasien, Nordamerika
Der Rückblick auf den 10. und 11. September 2001 kontrastiert die Wiedereröffnung der New Yorker Central Synagogue nach dreijähriger Schliessung mit den Terroranschlägen auf World Trade Center und Pentagon. Bereits zuvor prägten Konflikte um Israel die jüdischen Nachrichten: Während der zweiten Intifada explodierten in Jerusalem vier Autobomben innerhalb von zwölf Stunden. An der Uno-Antirassismuskonferenz in Durban eskalierte zugleich die Agitation gegen Israel, worauf die USA und Israel ihre Delegationen zurückzogen. Propalästinensische Aktivisten planten zudem eine Kampagne für den Rückzug universitärer Investitionen aus Firmen mit Israel-Geschäften; daraus entstand später die internationale BDS-Bewegung. Nach 9/11 galt Israel zunächst als Partner der USA im Kampf gegen islamistischen Terror. Das Hamas-Massaker vom 7. Oktober 2023 markierte einen weiteren Einschnitt. Synagogen in den USA beschäftigen heute bewaffnete Sicherheitskräfte und üben Amoklagen; rechtsextreme Täter verübten tödliche Anschläge auf jüdische Einrichtungen.