Themen: Bildung, Klima&Energie
Regionen: International, Europa
Hitzewellen lassen deutsche Klassenzimmer teils bis auf 45 Grad aufheizen. Schülerinnen und Schüler sowie Lehrpersonen müssen deshalb Unterricht unter gesundheitlich belastenden Bedingungen absolvieren oder erhalten hitzefrei. Vertreterinnen der Bundesschülerkonferenz und der Gewerkschaft Erziehung und Wissenschaft kritisieren, Schulen würden beim Hitzeschutz übergangen, obwohl der Klimawandel ihre langfristige Nutzbarkeit gefährde. Das Bundesgesundheitsministerium hat zwar eine Hitzeschutzstrategie für Bereiche wie Pflegeeinrichtungen, Apotheken und Sport entwickelt, Schulen kommen darin jedoch nicht vor. Bildung und die Ausstattung von Schulgebäuden liegen bei den Ländern und Kommunen. Viele Gemeinden verfügen zudem über keine Hitzeaktionspläne; bestehende Pläne enthalten häufig Vorgaben für Pflegeheime oder Kitas, nicht aber für Schulen. Gefordert werden Anpassungen sanierungsbedürftiger Gebäude, etwa Aussenrollos zur Verschattung. Klimaanlagen seien nicht zwingend überall nötig, doch Lüftungstipps und wiederholtes Hitzefrei reichten für zunehmend heisse Sommer nicht aus.