Themen: Bildung, Gesellschaft, Gleichstellung
Regionen: Schweiz, Schweiz Unbestimmt
Kinder und Jugendliche erleben Schule und Ausbildung als besonders belastend, wobei Leistungsdruck und frühe Selektion zentrale Probleme darstellen. Noten dürften nicht den Wert eines Kindes definieren, und Schule, Elternhaus sowie gesellschaftliche Erwartungen wirkten dabei zusammen. Eine spätere Selektion wäre nach Forschungsbefunden sinnvoll, doch dafür fehle bisher der politische und gesellschaftliche Wille. Mädchen geben stärkeren Druck an und sorgen sich deutlich häufiger wegen Sexismus. Jungen sprechen laut Beratungsangeboten weniger über Gefühle, haben öfter niemanden zum Reden und suchen seltener proaktiv Hilfe; zugleich sind sie häufiger von Aggressionen und Suizid betroffen. Auch Armut, fehlende familiäre Ressourcen und Stigmatisierung durch bedarfsabhängige Unterstützung beeinträchtigen Bildungschancen. Gefordert werden ausreichende Mittel für inklusive Schulen, ein stärkerer Kinder- und Jugendschutz auf digitalen Plattformen sowie Anpassungen an Hitze in Schulräumen. Kinder hätten als Nichtwählende in Budgetentscheidungen zu wenig Gewicht und würden im öffentlichen Raum oft als Störfaktor behandelt.