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Kolumne: «Refusé» in der Endlosschleife

saldo.ch

Themen: Kultur/Feuilleton, Leben

Regionen: Schweiz, Schweiz Unbestimmt

Der Kolumnist erhält regelmässig Spendenbriefe von Hilfswerken, die er nicht unterstützt. Üblicherweise schickt er sie ungeöffnet und unfrankiert zurück, mit dem Vermerk «Refusé» und der Bitte, seine Adresse zu löschen. Manche Organisationen kommen dem nach, andere nicht. Ein kürzlich zurückgewiesener Brief wurde ihm jedoch wenige Tage später erneut zugestellt, nachdem er in Härkingen abgestempelt worden war. Der Autor vermutet, dass die Sortieranlage seine Adresse erneut einlas und auch der Briefträger den Vermerk übersah. Er erwägt, den Brief nochmals einzuwerfen oder die Ablehnung auffälliger zu markieren, fürchtet aber eine endlose Folge weiterer Zustellungen. Schliesslich entsorgt er den Brief im Altpapier – auch aus Sorge, die Post könnte für zurückgewiesene Briefe eines Tages Strafporto verlangen.

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