Themen: Wirtschaft/Finanzen
Regionen: International, Europa
Die Europäische Zentralbank hat ihren Einlagenzins nach der Erhöhung im September bei 2,50 Prozent belassen. Steigende Energiepreise infolge des Kriegs zwischen den USA und Iran belasten jedoch die Inflationsaussichten; die Märkte rechnen deshalb mit einer weiteren Straffung im Dezember. Im September lag die Inflation in der Eurozone bei 3,8 Prozent, während sie ohne Energie das Jahr über zwischen 2,2 und 2,4 Prozent blieb. Höhere langfristige Staatsanleiherenditen, besonders in Frankreich, könnten Wirtschaft und Inflation zugleich dämpfen und die Sorgen um die Tragfähigkeit französischer Schulden verstärken. Christine Lagarde verlässt das EZB-Präsidium am 7. Februar, neun Monate vor Mandatsende. Als Gründe nannte sie den Wunsch nach mehr Freiheit bei Äusserungen vor der französischen Präsidentschaftswahl sowie mögliche WEF-Pläne. Als Nachfolger gelten Klaas Knot und Pablo Hernández de Cos als Favoriten.