Themen: Wirtschaft/Finanzen, Klima&Energie, Innen-Politik
Regionen: Schweiz, Romandie
Die Genfer Pensionskasse CPEG verweigert die erneute Herausgabe einer detaillierten Liste ihrer Aktien- und Obligationenanlagen. Im Vorjahr waren ihre Investitionen nach einem Gesuch von WAV und Heidi.news veröffentlicht worden; darunter befanden sich millionenschwere Engagements in grossen Kohleunternehmen. Der Genfer Datenschutz- und Transparenzbeauftragte Stéphane Werly empfiehlt der CPEG nun, die Liste zu erstellen und die dafür nötigen Kosten offenzulegen. Er hält fest, dass auch elektronisch einfach erzeugbare Dokumente unter das kantonale Transparenzgesetz fallen. Die Kasse bestreitet, dass die verlangte Aufbereitung einfach sei, und liefert auch keine Kostenaufstellung. Vergleichbare öffentliche Kassen wie jene der Stadt Zürich, Publica und die Basellandschaftliche Pensionskasse haben ihre Anlagen bereits offengelegt. WAV sieht die Transparenz als Voraussetzung für eine öffentliche Debatte über Klimarisiken und Altersvorsorgegelder und erwägt eine Klage bis vor Bundesgericht.