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La social-démocratie et l’Etat d’Israël

lecourrier.ch

Themen: Geopolitik, Gesellschaft

Regionen: International, Westasien

Die europäische Sozialdemokratie habe Israel lange wohlwollend betrachtet, weil der Staat von einer Arbeiterpartei gegründet und während langer Zeit regiert worden sei. Dabei seien palästinensische Gemeinschaften zu wenig berücksichtigt und Antizionismus häufig mit Antisemitismus gleichgesetzt worden, lautet die Ausgangsthese. Der Beitrag führt diese Haltung auf Schwierigkeiten der Sozialdemokratie zurück, die Emanzipationsansprüche kolonialisierter Völker anzuerkennen. Die Zweite Internationale habe vor allem Parteien des globalen Nordens vereint. 1930 nahm sie sowohl die zionistische Arbeiterpartei Mapai als auch den jüdisch-sozialistischen Bund aus Polen auf. Der Bund kämpfte gegen Antisemitismus, war aber entschieden antizionistisch und sah in einem jüdischen Staat keine Lösung. Sein Politiker Henryk Ehrlich warnte 1938 vor dauerhafter Angst vor arabischen Gegnern, Konflikten um Land und Arbeit sowie der Verdrängung nichthebräischer jüdischer Kultur. Nach dem nationalsozialistischen Genozid und stalinistischer Repression verlor diese Kritik innerhalb der Sozialdemokratie an Gewicht.

lecourrier.ch

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