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Lara Stoll: «Man überlegt dann halt, wie man mit Restwürde da wieder rauskommt»

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Lara Stoll: «Man überlegt dann halt, wie man mit Restwürde da wieder rauskommt»

Themen: Kultur, Kultur/Feuilleton, Gesellschaft

Regionen: Schweiz, Zürich/Winterthur

Lara Stoll hat ihr ursprünglich für das SRF entwickeltes Serienprojekt als Roman «Gunni. Scheitern in 6 Teilen» veröffentlicht. Die Protagonistin Géraldine, genannt Gunni, kämpft mit Jobunsicherheit, Wohnungskündigung, einer unverbindlichen Beziehung und dem nahen Tod ihrer Grossmutter. Zugleich will sie mit ihrer Band endlich auftreten. Stoll versteht Scheitern nicht bloss als Verfehlen eines Ziels, sondern als Anlass, neue Wege zu suchen. Das SRF realisierte die Serie nicht; möglicherweise seien das Milieu und die Konflikte der Figur zu nischig gewesen. Stoll betont jedoch, zentral sei das verbreitete Gefühl, dass die Zeit vergehe, bevor man im Leben angekommen sei. Sie spricht auch über ihre Arbeit als Kabarettistin, die Suche nach allgemein nachvollziehbaren Beobachtungen und den wachsenden Druck, über soziale Medien sichtbar zu bleiben. Sorgen bereiten ihr zudem alternde Publika und fehlende Nachfolgen für kleine Bühnen. Im Roman ist das gentrifizierte Zürich mit seiner Wohnungsknappheit ein wichtiger Schauplatz.

woz.ch

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