Themen: Klima&Energie, Demokratie
Regionen: Schweiz, Schweiz Unbestimmt, International, Europa
Die Klimaseniorinnen haben in Strassburg den Preis für demokratische Innovation des Europarats erhalten. Ausgezeichnet wurde die Bewegung, die 2024 vor dem Europäischen Gerichtshof für Menschenrechte eine Verurteilung der Schweiz erwirkte. Das Gericht befand damals, der Bund habe seine Verpflichtungen zum Schutz der Bevölkerung vor den Folgen des Klimawandels verletzt. Der Europarat würdigte die Mobilisierung als beispielhaft, weil Bürgerinnen und Bürger damit öffentliche Behörden über demokratische und rechtliche Institutionen zur Verantwortung ziehen könnten. Die Klimaseniorinnen stützen sich auf wissenschaftliche Daten, Sensibilisierungsarbeit und Gerichtsverfahren; unterstützt werden sie von Juristinnen, Forschenden und Greenpeace Schweiz. Beim Weltforum für Demokratie mit 1400 Teilnehmenden aus 60 Ländern standen 21 Initiativen zur Auswahl. Neben dem Schweizer Projekt erreichten eine britische Initiative für soziale Gerechtigkeit und ein marokkanisches Projekt zur digitalen Beteiligung das Finale.