Themen: Gesellschaft, Innen-Politik
Regionen: International, Südamerika
Menschenrechtsorganisationen wenden sich gegen den Plan des salvadorianischen Präsidenten Nayib Bukele, bedingte Entlassungen für Inhaftierte vorzusehen. Sie kritisieren insbesondere den Ermessensspielraum der Massnahme. Nach ihrer Einschätzung könnten Menschen, die keine Straftat begangen haben, unter Druck geraten, Verbrechen zu gestehen, um ihre Freiheit zu erlangen. Die Organisationen sehen darin die Gefahr weiterer Rechtsverletzungen. Zugleich verweisen sie auf bereits dokumentierte Verstösse und Todesfälle in den Gefängnissen El Salvadors. Im Zentrum ihrer Kritik steht damit nicht nur die Möglichkeit einer vorzeitigen Freilassung, sondern die Bedingungen, unter denen Häftlinge diese erreichen sollen.