Themen: Iran Krieg, Gesellschaft, Leben
Regionen: International, Westasien
Die 22-jährige Filmstudentin Mina verlor nach dem Angriff der USA und Israels auf Iran am 28. Februar 2026 ihre Beziehung zu Mohsen. Weil sie im Teheraner Quartier Narmak nahe Militärkasernen wohnte, drängten ihre Eltern sie zur Rückkehr in ihre Heimatstadt Golpayegan, fünf Autostunden entfernt. Staatliche Internetsperren erschwerten den Kontakt zusätzlich. Nach zwei Monaten einer Fernbeziehung per Anruf und SMS beendete Mohsen die Beziehung, weil er keine Partnerschaft ausschliesslich über das Telefon führen wolle. Mina war mit 19 Jahren fürs Studium nach Teheran gezogen und erlebte dort neue Freiheiten: Sie trägt kein Kopftuch, kleidet sich leichter und farbiger, besucht Partys, raucht und führt heimliche Beziehungen. Bei den monatlichen Besuchen bei ihren gläubigen und traditionsverbundenen Eltern passt sie sich hingegen wieder an. Sie trägt Kopftuch und weite Kleidung, schminkt sich kaum und vermeidet selbst das Wort Freund.