Themen: Gesellschaft, Leben
Regionen: Schweiz, Zürich/Winterthur
Demi Vollering tritt sechs Tage nach ihrem Tour-de-France-Sieg beim Zuricrit im Zürcher Kreis 4 an. Die in Meggen wohnhafte niederländische Profi-Radfahrerin erhält dazu einen augenzwinkernden Überblick über das Velofahren in Zürich. Trotz Vorbildrolle der Niederlande kommt die Mobilitätswende in der Stadt nur langsam voran. An Orten wie Bellevue und Limmatquai gelten besondere Unfallrisiken; 2022 wurden im Stadtgebiet mehr als doppelt so viele Velounfälle registriert wie zehn Jahre zuvor. Das Ziel von Vision Zero, Verkehrstote zu vermeiden, liege noch in weiter Ferne. Die Zürcher Stimmbevölkerung bewilligte mit 70,5 Prozent 130 Kilometer Velovorzugsrouten, davon 50 Kilometer weitgehend ohne Autoverkehr. Sechs Jahre später existieren erst 5,4 Kilometer. Bestehende Abschnitte sind grün markiert, doch etwa die Bullingerstrasse gilt trotz Vorzeigeanspruch als Autoschleichweg und Risiko für Velofahrende. Nach dem Rennen empfiehlt sich deshalb das Tram statt einer weiteren Velofahrt.