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Lifelong inequalities don't stop when you retire

European Correspondent
Lifelong inequalities don't stop when you retire

Themen: Ungleichheit, Wirtschaft/Finanzen, Gesellschaft

Regionen: International, Europa

Europäische Rentensysteme berechnen Leistungen anhand der durchschnittlichen Lebenserwartung, obwohl diese je nach Einkommen, Geschlecht und Beruf stark variiert. Wer früher stirbt, bezieht weniger Rente und finanziert damit Personen mit längerer Lebensdauer. Besonders betroffen sind einkommensschwache Männer, während reichere Menschen im Durchschnitt länger leben. In Frankreich haben die reichsten fünf Prozent der Männer eine um 13 Jahre höhere Lebenserwartung als die ärmsten fünf Prozent; bei Frauen beträgt die Differenz acht Jahre. Ein Beispiel zeigt, dass ein einkommensschwacher Mann bei gleicher Lebenserwartung wie der Durchschnitt 1,14 Euro pro einbezahltem Euro zurückerhalten würde, wegen seiner kürzeren Lebenserwartung tatsächlich aber nur 0,96 Euro. Frauen erhalten durchschnittlich mehr, weil sie länger leben. Deutschland erwägt, das Rentenalter automatisch an die durchschnittliche Lebenserwartung zu koppeln: Steigt sie um ein Jahr, soll der Ruhestand acht Monate später beginnen. Da die Lebenserwartung wohlhabender Männer stärker zunahm als jene armer Männer, könnte diese Regel bestehende Unterschiede vertiefen.

europeancorrespondent.com

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