Themen: Gesundheit, CH-Politik, Wirtschaft/Finanzen
Regionen: Schweiz, Schweiz Unbestimmt
FMH, Spitallobby H+, Krankenkassenvereinigung Prio.Swiss und das Bundesamt für Gesundheit haben eine Obergrenze für ärztlich verrechenbare Taxpunkte vereinbart. Pro Arbeitstag dürfen über einen Monat hinweg durchschnittlich höchstens 1’577 Taxpunkte für ärztliche Leistungen abgerechnet werden. Die Partner begründen die Grenze mit einer angenommenen Arbeitszeit von zwölf Stunden täglich. Notfälle und administrative Arbeiten sind ausgenommen. Das System soll Anfang 2027 in Kraft treten. Ein Zürcher Spezialist kritisiert, effiziente Haus- und Fachärzte würden faktisch kontingentiert; nach wenigen oder zehn Patienten könnten Krankenkassen weitere Leistungen nicht mehr vergüten. Er befürchtet längere Wartezeiten und eine schlechtere Versorgung. Je nach Kanton ergeben sich unterschiedliche Höchstbeträge. Für Zürich nennt der Beitrag maximal 1’435 Franken täglich beziehungsweise rund 375’000 Franken jährlich bei 22 Arbeitstagen pro Monat, vor Abzug von Praxis-, Personal- und weiteren Kosten.