Themen: Klima&Energie, Wirtschaft/Finanzen, CH-Politik
Regionen: Schweiz, Zentralschweiz
Der Luzerner Regierungsrat will wegen der Folgen des Dürresommers zusätzliche zehn Millionen Franken für zinslose Betriebshilfedarlehen ermöglichen. Die Landwirtschaftliche Kreditkasse schätzt den Bedarf auf diese Summe; Bund und Kanton sollen je fünf Millionen Franken beitragen. Voraussetzung für Bundesmittel ist, dass der Kanton denselben Betrag bereitstellt, zudem braucht es einen Entscheid auf Bundesebene. Hitzewellen und Trockenheit setzten besonders Betrieben im Luzerner Hinterland, im Seetal und rund um den Sempachersee zu. Mehrere Heuschnitte fielen geringer aus oder konnten teilweise nicht eingebracht werden. Ein Postulat von Mitte-Kantonsrat Stephan Schärli verlangte deshalb rasch Unterstützung sowie zusätzliche finanzielle, organisatorische und rechtliche Härtefallmassnahmen. Die Regierung verweist auf bereits gelockerte Regeln bei Direktzahlungen, lehnt aber weitere Sondermassnahmen ab. Betriebe sollen ihre Produktion klimaresistenter gestalten und sich gegen Klimarisiken versichern. Das Postulat soll nur teilweise erheblich erklärt werden.