Themen: Gesellschaft, Bildung
Regionen: International, Nordamerika
Mahmoud Khalil und weitere ehemalige Mitglieder der «SIPA Palestine Working Group» an der Columbia University haben an einem New Yorker Bundesgericht Klage gegen die Hochschule eingereicht. Sie werfen der Universität vor, schwere und anhaltende Schikanen gegen die pro-palästinensische Gruppe nicht verhindert zu haben. Khalil, ein 31-jähriger ehemaliger Leiter der Gruppe, war am 8. März 2025 von der Einwanderungsbehörde ICE in seiner Campuswohnung festgenommen worden. Er verfügte über einen dauerhaften Aufenthaltsstatus, war keiner Straftat beschuldigt und verbrachte 104 Tage in Deportationshaft. Eine Ausschaffung bleibt möglich. Nach Angaben der Klage hatte Khalil die Universitätsleitung zuvor wiederholt um Schutz vor Drohungen gebeten. Columbia habe zudem nicht eingegriffen, als Flyer abgerissen wurden und Gruppenmitglieder antipalästinensischer oder islamfeindlicher Rhetorik ausgesetzt waren. Nach dem 7. Oktober 2023 wurden Namen und Fotos von Mitgliedern veröffentlicht und auf einem Lastwagen als «Columbias führende Antisemiten» gezeigt. Khalil richtet die Klage ausdrücklich nicht gegen ICE, sondern gegen das Verhalten der Universität.