Themen: Geopolitik, Krieg&Frieden
Regionen: International, Nordamerika, Südostasien
Donald Trump richtet seine Aufmerksamkeit offenbar wieder auf Nordkorea, nachdem er im Krieg gegen Iran kaum vorankommt. Der US-Präsident erklärte am Samstag, er und Kim Jong-un würden sich «GROSSARTIG!» verstehen. Schon während seiner ersten Amtszeit traf Trump den nordkoreanischen Machthaber 2018 sowie zweimal 2019 und versuchte erfolglos, ihn zum Stopp des Atomprogramms zu bewegen. Danach beschleunigte Nordkorea sein Programm vielmehr weiter. Laut Pentagonbeamten hofft Trump nun auf eine erneute Begegnung mit Kim, in Pjöngjang oder an einem anderen Ort. Um Kim entgegenzukommen, ordnete er eine Reduktion der Militärmanöver in Südkorea an. Zugleich reagierte Trump verärgert darauf, dass Südkorea sich nicht am Krieg gegen Iran beteiligen wollte. Nordkorea verfügt laut Darstellung über mindestens 60 einsatzfähige Atombomben. Analysten erwarten dennoch keinen schnellen Abbau des weiter wachsenden nordkoreanischen Arsenals. Die New York Times wertet die neue Ausrichtung als Folge der Hindernisse, auf die Trump in Iran stösst.