Themen: Wirtschaft/Finanzen
Regionen: Schweiz, Schweiz Unbestimmt
Die zehn regionalen Migros-Genossenschaften und der Genossenschaftsbund planen eine gemeinsame Gruppengenossenschaft. Ihre Verwaltungen haben das Projekt einstimmig gutgeheissen; die rund 2,3 Millionen Genossenschafterinnen und Genossenschafter sollen Mitte 2027 darüber abstimmen. Die neue Struktur soll sieben Geschäftseinheiten koordinieren, während diese rechtlich und operativ eigenständig bleiben. Das Supermarktgeschäft soll jedoch national von einer einzigen Einheit geführt werden. Migros verspricht schnellere Entscheide, gezieltere Investitionen und langfristig mehr Wettbewerbsfähigkeit. Für Kundinnen und Kunden sollen Filialen, Personal, Sortiment und regionale Spezialitäten unverändert bleiben. Sechs Regionalräte, darunter je einer für die italienische und französische Schweiz, sollen regionale Anliegen vertreten. Der Umbau betrifft vor allem Verwaltungs- und Führungsstrukturen. Bis Mitte 2028 seien keine organisatorisch bedingten Kündigungen in den regionalen Genossenschaften vorgesehen; danach schliesst Migros einzelne Stellenverluste nicht aus und verweist auf interne Versetzungen sowie natürliche Fluktuation. Mario Irminger und Peter Diethelm geben ihre Leitungsfunktionen beim Start der neuen Struktur ab.