Themen: Wirtschaft/Finanzen, Gesellschaft
Regionen: Schweiz, Schweiz Unbestimmt
Bei der geplanten Fusion der zehn regionalen Migros-Genossenschaften sollen laut dem scheidenden Generaldirektionspräsidenten Mario Irminger nicht Tausende Arbeitsplätze wegfallen. Medienzahlen beruhten auf einer unpassenden Analyse der Coop-Fusion vor 25 Jahren, sagte er der NZZ. Die SonntagsZeitung hatte ein Sparpotenzial von 300 bis 400 Millionen Franken jährlich und rund 3000 Stellen genannt; die NZZ schätzt 400 bis 600 mögliche Abgänge in der Administration. Migros will parallele Führungs- und Verwaltungsstrukturen schrittweise abbauen. In der Migros Supermärkte arbeiten 55'000 Personen, jährlich seien wegen Fluktuation 10'000 Stellen neu zu besetzen, was einen grossen Teil des Abbaus auffangen könne. Irminger und CEO Peter Diethelm treten im nächsten Sommer mit 62 Jahren ab. Für die Fusion braucht es in jeder Genossenschaft eine Zweidrittelmehrheit bei mindestens 25 Prozent Beteiligung. Insgesamt sollen 575'000 von 2,3 Millionen Mitgliedern abstimmen; rund 380'000 Ja-Stimmen wären nötig.