Themen: Sport, Wirtschaft/Finanzen
Regionen: International, International Unbestimmt
Der Autor widerspricht der Einschätzung, Gianni Infantino habe den Weltfussball allein wegen hoher FIFA-Umsätze erfolgreicher gemacht. Er kritisiert insbesondere die Erweiterung der Weltmeisterschaft auf 48 Teams und die von Infantino angestrebte Ausdehnung auf 64 Mannschaften. Dadurch würden Qualifikation, sportliche Exklusivität und der Wert der Endrunde geschwächt. Auch die Verteilung der WM 2030 auf drei Kontinente wird als Versuch gewertet, das Rotationsprinzip der Kontinentalverbände zu umgehen und eine Vergabe der WM 2034 an Saudi-Arabien zu ermöglichen. Die FIFA sei kein Muster liberaler Marktwirtschaft, sondern ein Monopol ohne vergleichbaren Wettbewerbsdruck. Mehr Spiele, Teams und Sponsoren brächten kurzfristig höhere Erträge, könnten die Marke aber langfristig entwerten. Der Autor fordert klare Regeln, Fairness und Glaubwürdigkeit und wirft Infantino vor, sportliche Einzigartigkeit zugunsten von Reichweite, Skalierung und Wachstum zu verkaufen.