Prometheus: Der unabhängige Medienspiegel der Schweiz

Seite wird geladen …

Zum Inhalt springen
Zurück zur Übersicht

Minister will islamischen Gebetsruf in Dänemark verbieten – Prüfung steht noch aus

Correctiv Schweiz
Minister will islamischen Gebetsruf in Dänemark verbieten – Prüfung steht noch aus

Themen: Gesellschaft, Innen-Politik, KI/Digital

Regionen: International, Europa

Dänemark will den Islam nicht verbieten; entsprechende Behauptungen in Videos auf Tiktok und Facebook sind unbelegt. Auslöser ist die Ankündigung von Migrations- und Integrationsminister Morten Bødskov, prüfen zu lassen, ob der islamische Gebetsruf, auch Muezzinruf genannt, verboten werden kann. Bødskov ist laut Politiken der dritte sozialdemokratische Minister, der eine solche Prüfung anstösst. Vergleichbare Vorhaben scheiterten bereits 2020 und 2025. Muezzinrufe kommen in Dänemark nach Angaben des Migrationsministeriums selten vor. Von 83 befragten Gemeinden meldeten nur drei entsprechende Fälle. Die grösste Moschee in Kopenhagen verzichtet freiwillig auf Lautsprecherübertragungen; Rufe seien vereinzelt aus kleineren Moscheen zu hören. Seit 2018 sind in Dänemark gesichtsverhüllende Kleidungsstücke wie Burkas und Nikabs verboten. Diese Regelung und die aktuelle Debatte betreffen jedoch kein allgemeines Verbot einer Religion.

Correctiv

Zum Originalartikel