Themen: Umwelt
Regionen: Schweiz, Zentralschweiz
Ein Fischer hat Anfang Oktober im Gebiet Räbmatt innerhalb von 20 Minuten drei Nasen gefangen, obwohl er auf Felchen aus war. Er liess die geschützten Fische sofort frei und meldete den Fang dem Zuger Amt für Wald und Wild. Die Nase war im Zugersee seit Jahrzehnten nicht mehr nachgewiesen worden; auch Untersuchungen zwischen 1999 und 2013 fanden keine Exemplare. Beda Schlumpf vom Amt spricht von einer kleinen Sensation. Die Fischart ist vom Aussterben bedroht. Zu den Gründen für ihren Rückgang zählen Wanderhindernisse wie Kraftwerke und Wehre sowie fehlende Laichplätze. Unklar ist, ob im Zugersee ein kleiner Bestand unbemerkt überlebt hat und wo sich die Fische fortpflanzen. Das Amt will diesen Fragen nachgehen und bittet um Meldungen weiterer Fänge. Gefangene Nasen müssen schonend freigelassen werden.