Themen: Gesundheit, Gesellschaft
Regionen: Schweiz, Basel/NWCH
Basel verfügt bislang über kein spezialisiertes ambulantes Therapieangebot für kokainabhängige Menschen über 25 Jahren, obwohl der Konsum in den vergangenen Jahren deutlich gestiegen ist. Im europäischen Vergleich weist Basel hohe Rückstände des Kokainabbauprodukts Benzoylecgonin im Abwasser auf. Für 15- bis 25-Jährige existiert seit 2015 ein ambulantes Angebot für mehrere substanzgebundene Abhängigkeiten, ältere Betroffene sind jedoch oft auf stationäre Behandlung oder unspezifische Beratung angewiesen. Die Universitären Psychiatrischen Kliniken bauen nun eine entsprechende Sprechstunde auf. Chefarzt Marc Vogel erwartet ein Angebot in nicht allzu ferner Zukunft, verweist aber auf die Frage, wie es kostendeckend betrieben werden kann. Der Kanton unterstützt die UPK bereits beim Ausbau aufsuchender Angebote für schwer crackabhängige Menschen und bei einem Liaisondienst für Wohnheime. Auch Menschen mit Alkoholabhängigkeit sollen von der neuen Sprechstunde profitieren; deren ambulante Nachfrage ist laut UPK noch grösser.