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Neue Studie aus dem Bistum Essen: Kardinal Hengsbach war Täter und pflegte enge Kontakte zu Ratzinger

Correctiv Schweiz
Neue Studie aus dem Bistum Essen: Kardinal Hengsbach war Täter und pflegte enge Kontakte zu Ratzinger

Themen: Gesellschaft, Innen-Politik

Regionen: International, Europa

Eine vom Bistum Essen beauftragte Untersuchung hält sexuellen Missbrauch durch den früheren Ruhrbischof Kardinal Franz Hengsbach in vier Fällen für plausibel. Gutachterin Helga Dill sprach von klaren Hinweisen, dass Hengsbach Täter gewesen sei. Die Studie richtet den Blick auch auf seine Beziehungen zu Kardinal Joseph Ratzinger, dem späteren Papst Benedikt XVI. Zeitzeugen berichten von intensivem, gutem und vor allem in Rom gepflegtem Kontakt. Untersucht wird unter anderem der Fall des ehemaligen Priesters Peter H., der 1980 aus Essen nach München versetzt wurde und 1986 wegen mehrfachen Kindesmissbrauchs verurteilt wurde. Eine frühere Studie bezeichnete seine Versetzung als Deal zwischen Hengsbach und Ratzinger. Ratzinger genehmigte 1986, dass H. die Messe mit Traubensaft feiern durfte; später missbrauchte H. erneut Jungen. Belege für Gespräche beider Kardinäle über diesen Fall liegen laut Dill nicht vor. Die abschliessende Untersuchung soll bis Herbst 2027 klären, ob Hengsbach weitere Täter schützte.

Correctiv

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