Themen: Gesellschaft, Gleichstellung
Regionen: Schweiz, Zürich/Winterthur
Der jüdisch-queere Verein Keschet Schweiz nimmt an der Zürcher Pride mit einer Regenbogenfahne und Davidstern teil und will jüdischen queeren Menschen einen geschützten Raum sowie mehr Sichtbarkeit bieten. Nach Angaben eines Mitglieds fühlten sich viele in anderen LGBTQ+-Gruppen in den vergangenen Jahren nicht mehr wohl. Seit dem 7. Oktober 2023 habe Antisemitismus in der Schweiz stark zugenommen. Das Mitglied berichtet auch von einem Angriff an der Pride 2024 und will deshalb dieses Jahr nicht an der Parade teilnehmen. Keschet organisiert im Umfeld der Pride Veranstaltungen, darunter eine historische Auseinandersetzung mit Repression gegen jüdische Menschen und Männer, die Männer liebten, im mittelalterlichen Zürich. Der Verein betont, der Davidstern stehe für jüdische und queere Identität, nicht für eine nationale Position. Nationalflaggen seien bei Keschet ausgeschlossen. Die Zurich Pride unterstützt die Teilnahme, plant aber keine besonderen Sicherheitsmassnahmen und steht dazu mit der Stadtpolizei in Kontakt.