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Nicht modern. Bildungswirksam.

Journal21
Nicht modern. Bildungswirksam.

Themen: Bildung, KI/Digital

Regionen: Schweiz, Schweiz Unbestimmt

Der Beitrag plädiert dafür, Unterricht nicht nach seinem Modernitätsgrad, sondern nach seiner Bildungswirksamkeit zu beurteilen. Hinweise auf sinkende Grundkompetenzen bei Studienanfängerinnen und Studienanfängern sowie OECD-Erhebungen sollten Anlass geben, den Massstab schulischer Reformen zu überprüfen. Digitalisierung, soziale Medien, Pandemie und künstliche Intelligenz könnten Teil der Erklärung sein, ersetzten aber keine pädagogische Analyse. Anhand einer Primarschulklasse wird die Bedeutung professioneller Urteilskraft hervorgehoben: Eine Lehrperson erkennt, wann ein Kind Unterstützung braucht, gibt einen knappen Hinweis und zieht sich wieder zurück. Solche Situationen beruhten auf Erfahrung, Fachwissen und Aufmerksamkeit und liessen sich weder verordnen noch digitalisieren. Unterrichtsforschung zeige seit Jahren, dass Lehrpersonenqualität, klare Führung, tragfähige Beziehungen, kognitive Anregung, präzise Rückmeldungen und gemeinsames Lernen zentral seien. Digitale Werkzeuge, selbstgesteuertes Lernen und KI könnten nützlich sein, müssten aber daran gemessen werden, ob sie junge Menschen beim Denken, Urteilen, Sprechen und verantwortlichen Handeln unterstützen.

Journal21

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