Themen: Gesellschaft, Gleichstellung
Regionen: International, Südostasien
Der Autor reagiert auf Leserkommentare, die Sextourismus in Pattaya verteidigen. Er bezeichnet die dortige Prostitution als sexuelle und wirtschaftliche Ausbeutung von Frauen, Männern und Kindern und weist die Darstellung einer freiwilligen Win-win-Situation zurück. Der Verweis, auch Frauen betrieben Sextourismus, relativiere nach seiner Ansicht nicht den überwiegend männlichen Sextourismus. Abwertende Äusserungen über seine ausländische Herkunft und misogyn formulierte Kommentare deutet er als Hinweise auf Xenophobie und Frauenfeindlichkeit bei Teilen der Kommentierenden. Für Sihanoukville in Kambodscha schildert er die Lage als von einem kollektiven Trauma geprägt. Die Regierung unternehme zwar Schritte gegen chinesische Online-Betrugssyndikate, deren Präsenz bleibe jedoch deutlich; sie seien inzwischen im Hinterland der Stadt untergebracht. Nach Darstellung des Autors schädigten die Netzwerke weltweit Rentner und Sparer. Er wirft lokalen Politikern Käuflichkeit vor und hält fest, dass Kinderprostitution weiterhin existiere. Diese Zustände seien keine Win-win-Situation, sondern Ausdruck besonders brutaler sexueller Ausbeutung.