Themen: Umwelt, Gesundheit, Klima&Energie
Regionen: International, Europa
Greenpeace zufolge enthalten die Trinkwasserproben in 32 Prozent der niederländischen Gebiete mindestens 1,5-mal so viele PFAS wie der RIVM-Richtwert von 4,4 Nanogramm pro Liter für PFOA-Äquivalente. Besonders hohe Werte finden sich in Noord-Holland, Zuid-Holland und Zeeland; betroffen sind unter anderem Amsterdam, Den Haag, Rotterdam und Dordrecht. Der gesetzliche EU-Grenzwert von 100 Nanogramm pro Liter für 20 definierte PFAS wird jedoch von keinem Wasserwerk überschritten. Westliche Regionen nutzen stärker belastetes Fluss- und Stauseewasser, während in Friesland und Groningen kaum PFAS gemessen wurde. Zusätzliche Belastungen werden mit Industrie, darunter Chemours in Dordrecht und 3M im benachbarten Belgien, sowie mit TFA-abspaltenden Pestiziden erklärt. Wasserversorger investieren in Aktivkohlefilter und Umkehrosmose; dabei fällt konzentriertes Abwasser an. Trotz der Belastung raten Greenpeace, RIVM und der Branchenverband Vewin weiter zum Leitungswasser, da die PFAS-Aufnahme über Nahrung höher sei. Mehrere Organisationen fordern ein EU-weites Produktionsverbot.